Medizin

Ein kurzer Flirt mit der 'taz'

Da in letzter Zeit einmal mehr der Wunsch reifte, Nachrichten in regelmäßiger, kuratierter und recherchierter Form zu erhalten, hatte ich vor kurzem experimentell ein taz-Abonnement abgeschlossen. Das Techtelmechtel hielt gerade einmal eine Woche.

What's the Harm

In jeder, und damit meine ich wirklich: in jeder Diskussion über esoterische Pseudomedizin (vulgo „Komplementärmedizin”) kommt irgendwann die vermeintlich entwaffnende Frage, was es denn schade, wenn man ein paar Zuckerkügelchen schlucke. Ein wenig geschütteltes Wasser oder ein paar Pillen aus Laktose schadeten doch niemandem (von Menschen mit einer Laktose-Intoleranz abgesehen), also möge man den Menschen ihren harmlosen kleinen Spleen lassen. Nur greift dieses Argument nicht, wie man akut an einem besonders tragischen Fall in Kanada beobachten kann.

Hogwarts in Traunstein

Bei der GWUP gefunden: die „Homöo-Akademie” in Traunstein, die allen Ernstes einen Bachelor of Science in Homöopathie verleihen will (und am Master-Studiengang schon arbeitet). Norbert Aust meldet in seinem ausgezeichneten Blog „Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie” einige fundierte Zweifel daran an, ob das Ganze mit rechten Dingen zugeht. Aber ich persönlich mache mir kaum Illusionen, dass demnächst diplomierte Hexendoktoren im Land herumspazieren werden.

Das andere Gesicht "sanfter" Medizin

Die Homöopathie gibt sich selbst gern den Anstrich einer sanften, humaneren "Alternative" zur klassischen Medizin. Wenn man aber an der Oberfläche ein wenig kratzt, kommt darunter so manches häßliche Detail zum Vorschein.

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