Rassismus

"Egalitarismus" und andere Unterdrückungs-Taktiken

Ich bin Feminist. Ich sage das wohl besser direkt zu Beginn und frei heraus. Wenn Sie damit ein Problem haben, es gibt genug andere Seiten im Netz. Wenn nicht, bzw. falls Sie wissen möchten, warum ich mich als Feminist bezeichne und nicht als „Egalitarist“ oder ähnliches, dann dürfen Sie gerne weiterlesen.

Weisheit des Alters

Zentraleuropa, das ist „Old Europe“, wenn man nach George W. Bush und insbesondere Donald Rumsfeld geht, der den Terminus seinerzeit erfand, als er in Europa deutlich weniger Mitstreiter für den Angriffskrieg gegen den Irak fand als erhofft. Das „alte“ Europa, gemeint waren insbesondere Frankreich und Deutschland, war natürlich als Beleidigung gedacht: der kriegsmüde, untätige Geriatrieverein als Kontrast zum dynamischen Amerika der Macher.

…oder erschießt ihn gleich.

Nachdem ich im vorherigen Artikel dargelegt habe, warum ich von einer „Korrektur“ bekannter Werke der Kinderliteratur wie Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ oder Otfried Preußlers „Kleiner Hexe“ nicht übertrieben viel halte, auch und gerade weil die Benutzung dieser Wörter einen Blick auf den zeitgeschichtlichen Kontext der Bücher sowie die Geisteshaltung ihrer Autoren freigibt, der keinesfalls gelöscht werden sollte, möchte ich in einem Nachtrag ein Beispiel geben, in dem eine Ersetzung rassistischer Begriffe nicht einfach problematisch ist, sondern einen für seine Zeit hochmodernen, humanistischen Text vollkommen entstellen kann. Die Rede ist (natürlich) von Mark Twains „Huckleberry Finn“.

Versteckt des Pudels Kern!

Das halbe Land diskutiert derzeit mal wieder über die „politische Korrektheit“ in der Sprache. Dieses Mal hat es Kinderbücher erwischt. Ein Verlag hat angekündigt (oder bereits umgesetzt, nicht dass es eine Rolle spielte), in Büchern von Otfried Preußler (u.a. „Die Kleine Hexe“ und „Der Räuber Hotzenplotz“) als problematisch empfundene Formulierungen zu ersetzen. Auch Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf soll „bereinigt“ werden. Die Aufregung ist groß, die einen sehen den Untergang des kulturellen Abendlandes aufziehen, die anderen eine notwendige, aber harmlose Modernisierung von geliebten Texten. Doch beide Argumentationen ignorieren das eigentliche Problem.

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