Privatsphäre

Die Stalking-App

Mit Geschäftsideen ist das so eine Sache. Einige sind gut, andere sind schlecht. Einige funktionieren, andere floppen, und prinzipiell ist es eine gute Sache, dass Investoren Risiken eingehen. Manchmal allerdings ist eine Idee dermaßen hirntot, dass man sich ernstlich fragt, welche Art Mensch sie jemals gut finden konnte. Eine solche stellt die „Peeple“-App dar, welche von vielen Menschen online passenderweise sofort in „Creeple“ umbenannt wurde. Denn gruseliger geht es tatsächlich kaum.

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Schöne neue Smartphone-Welt #1: privat gibt's nicht

Erinnert sich noch jemand, als Navigationsgeräte im Auto populär wurden? Nein? Das ist gar nicht so lange her. Plötzlich schossen sie wie Pilze aus dem Boden, ganze Regalwände gab es beim freundlichen Elektrodiscounter um die Ecke zu bestaunen. In recht kurzer Zeit ist es diesen „PNDs", den personal navigation devices, ergangen wie der Musikkassette. Heute navigiert das Smartphone, und zugegebenermaßen gar nicht so schlecht. Doch hat die schöne neue Schlaufon-Welt auch ihre Tücken.

Die wolkige Enteignung: vom König zum Bettler

In der digitalen Welt ist eine weitere Revolution im Gange. Von vielen noch unbemerkt und von den meisten unterschätzt, betreiben die Hersteller von Computer-Betriebssystemen, allen voran Apple, Google und Microsoft, zusammen mit Verlagen eine tiefgreifende Änderung unseres Umgangs mit urheberrechtlich geschützten Gütern aller Art. Am Ende dieser Entwicklung könnte nicht weniger als das Ende des „Kaufs“ von Software, Büchern, Musik und Filmen stehen, und damit letztlich die komplette Enteignung und Entrechtung des Konsumenten.

Die düstere Seite des globalen Dorfs

Wir leben in einer globalisierten Welt. Das gilt nicht nur für Waren und Dienstleistungen, sondern in immer stärkerem Maße auch für das Privatleben. Viele Menschen zelebrieren jedes Detail ihres Lebens im Netz. Firmen wie Google und Amazon leben davon, jeden Mausklick zu protokollieren und möglichst viele Informationen personenbezogen zu speichern und zu verknüpfen. Soziale Netzwerke erlauben nicht einmal die Nutzung von Pseudonymen, und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkündet gleich das Ende der Privatsphäre. Doch die Entwicklung hat Schattenseiten, wie ein tragischer Fall aus Kanada gerade der Öffentlichkeit besonders eindrucksvoll vor Augen führt.

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