Gleichberechtigung

Total(itär)e Definitonsmacht

Ich sagte es schon einmal, ich bin Feminist. Das heißt, ich glaube an die Gleichberechtigung der Geschlechter und versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten, Sexismus zu bekämpfen. Ich trete ebenfalls für das Recht jedes Menschen ein, über den eigenen Körper zu entscheiden: ob es um sexuelle Übergriffe geht, um Schwangerschaften (bzw. deren Abbruch) oder auch um Sexarbeit. Und das unterscheidet mich (leider) von einer ganzen Reihe selbst namhafter Feminist*innen. Der Knackpunkt, weshalb ich mit manchen (insbesondere einigen feministischen und antirassistischen) Aktivismus-Gruppen tiefe Probleme habe, liegt in einer allzu oft vorhandenen Saat einer subtilen Form von Totalitarismus, die leider nicht einmal gesehen, geschweige denn anerkannt oder angegangen wird.

Heteronormativität: der eigentliche Genderwahn

Wenn man sich den Zustand unserer Welt so ansieht, gibt es einiges zu tun. Die Umwelt geht vor die Hunde, das Wetter spielt verrückt, die Schere zwischen Arm und Reich wird größer und nicht kleiner, unter religiösen Vorwänden werden ganze Völker unterdrückt oder gleich ermordet. Und ich will an dieser Stelle mal eine gewagte These dazu aufstellen: einer der wichtigsten Faktoren in allen diesen Problematiken ist die fortgesetzte Verklärung der heteronormativen Gesellschaft.

Prostitution: warum Amnesty Recht hat und EMMA nicht

Wenn uns ein Mensch der späten 60er oder frühen 70er Jahre heute besuchen käme, der Stonewall und die sexuelle Befreiungsbewegung der 68er hautnah miterlebt hat, würde sich vermutlich ziemlich wundern. Und das vielleicht in einem weit weniger positiven Sinn, als man meinen möchte.

"Egalitarismus" und andere Unterdrückungs-Taktiken

Ich bin Feminist. Ich sage das wohl besser direkt zu Beginn und frei heraus. Wenn Sie damit ein Problem haben, es gibt genug andere Seiten im Netz. Wenn nicht, bzw. falls Sie wissen möchten, warum ich mich als Feminist bezeichne und nicht als „Egalitarist“ oder ähnliches, dann dürfen Sie gerne weiterlesen.

Weil Barriere-Freiheit nicht nur Rollstuhl-Rampen meint

Etwas verspätet, weil das Thema seinerzeit irgendwie an mir vorbei gegangen ist, aber nicht minder wichtig: der Chefredakteur von „FOCUS Money“, Frank Pöpsel, schaffte Ende 2013 ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man sich durch Arroganz ins Abseits manövriert.

Unappetitliches aus Bayern

Aus Bayern gibt es einige Dinge, die dem Unbedarften auf den Magen schlagen können, wie auch die großartige Ina Müller einst in einem kabarettistischen Beitrag über „Regionalet Eten“ (regionales Essen) feststellen musste. Nun sind unappetitliche Speisen natürlich nicht allein auf Bayern beschränkt, auch wenn ich der Spezialität des „gebackenen Euters“ tatsächlich nördlich der Weißwurstgrenze noch nicht begegnet bin. In politischer Hinsicht ist die Bayerische Einheitspartei (Verzeihung, die Christlich-Soziale Union natürlich) allerdings schon sein sehr spezieller Spezialist für Unappetitlichkeiten. Beispiel gefällig? Wie wäre es mit einem Interview des CSU-Abgeordneten Norbert Geis mit dem Deutschlandfunk, Thema: Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare und das aktuelle Urteil aus Karlsruhe dazu.

Ein Aufschrei allein reicht nicht

Ein älterer Politiker benimmt sich einer jungen Frau gegenüber daneben, doch wird von einer Angestellten an Weiterem gehindert. Viel passiert ist bis dahin zum Glück nicht: schlüpfrige Bemerkungen über die Körperformen der Journalistin, mit der sich der Ex-Minister unterhalten hatte, allerdings auch unerwünschter Körperkontakt. Eine Lappalie ist das eigentlich nicht mehr unbedingt, aber auch nicht gerade versuchte Vergewaltigung, weshalb die Journalistin die Sache wohl seinerzeit auf sich beruhen ließ. Ein Jahr später allerdings erzählt sie davon, quasi als Charakterzeugnis des Mannes, der gerade zum „Spitzenmann“ seiner Partei gekürt wurde. Der Kerl sei ein Gestriger, so ihr eigentliches Argument, und deshalb ungeeignet als Frontmensch einer modernen Partei. Die Reaktionen auf den Artikel konzentrieren sich jedoch ganz und gar auf den männlichen Sexismus, der in jener Hotelbar-Episode offenbar wurde. Doch das gesellschaftliche Problem geht tiefer.

Von Legitimät bei Vergewaltigungen

In den vereinigten Staaten ist (mal wieder) Wahlkampf. Über den dabei tobenden „Culture War“ hatte ich mich schon einmal geäußert. Jetzt hat allerdings der Republikaner Todd Akin durch Äußerungen zu Abtreibungen nach Vergewaltigungen einer bereits eh schon äußerst scharf geführten Diskussion neue Nahrung gegeben.

The Culture Wars are on (again)

Mitt Romney hat endlich seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten verkündet: Paul Ryan. Damit versucht er offenkundig, sich bei den Ultrarechten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten lieb Kind zu machen, bietet der Linken jedoch eine Steilvorlage.

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