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Fuß aus Ton

Die Ethik ist die philosophische Beschäftigung mit Moral. Man könnte auch sagen, Ethik sei die Wissenschaft der menschlichen Moral, insbesondere ihrer Fundamente. Moral, die sich nicht vernünftig begründen lässt, steht auf wackeligen Füßen, und oft genug hat das tragische Konsequenzen.

Dümmer als das Gesetz erlaubt?

Wie schafft man es möglichst effizient, jede Forschung an der Vorhersage von Naturkatastrophen zu unterbinden? Ganz einfach: man steckt Wissenschaftler in den Knast, wenn sie sich irren.

Die düstere Seite des globalen Dorfs

Wir leben in einer globalisierten Welt. Das gilt nicht nur für Waren und Dienstleistungen, sondern in immer stärkerem Maße auch für das Privatleben. Viele Menschen zelebrieren jedes Detail ihres Lebens im Netz. Firmen wie Google und Amazon leben davon, jeden Mausklick zu protokollieren und möglichst viele Informationen personenbezogen zu speichern und zu verknüpfen. Soziale Netzwerke erlauben nicht einmal die Nutzung von Pseudonymen, und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkündet gleich das Ende der Privatsphäre. Doch die Entwicklung hat Schattenseiten, wie ein tragischer Fall aus Kanada gerade der Öffentlichkeit besonders eindrucksvoll vor Augen führt.

Das religiöse Überbleibsel

Der Mensch ist nicht perfekt. Im Gegenteil. Der Mensch als Spezies ist zwar überaus anpassungsfähig und flexibel, was ihm die Besiedlung jedes Erdteils vom Äquator bis zur Arktis ermöglicht hat. Aber das stellt den Menschen nicht exklusiv über andere Tierarten, z.B. Ratten: die beiden Arten R. Norvegicus und R. Rattus teilen mittlerweile ein beinahe genauso großes Siedlungsgebiet unter sich auf. Was den Menschen einzigartig im Tierreich macht, so erzählen wir uns gerne immer wieder selbst, ist sein Intellekt. Ist seine Moral, seine Ethik. Doch ist das wirklich so?

In der Twilight Zone

Manchmal frage ich mich wirklich, in welchem Land ich eigentlich lebe. Zu einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts allerdings würde ich eher gerne wissen, in welchem Universum ich eigentlich lebe. Weniger wegens des Urteils als wegen der Klage als solche, und wegen ihrer überraschend langen Lebensdauer durch die Instanzen.

Wo das Argument im Gift des Themas ersäuft

Rick Falkvinge ist der Begründer der Piratenpartei von Schweden. Man könnte sagen, damit ist er zumindest einer der Urväter der Piratenbewegung. Falkvinge hat vor einigen Tagen im Netz ein Essay veröffentlicht, in dem er darlegt, warum seiner Meinung nach der Besitz von Kinderpornographie legalisiert werden müsse. Wie zu erwarten war, kann sich die deutsche Piratenpartei gar nicht schnell genug von ihrem geistigen Urvater distanzieren, der noch bis vor kurzem gern gesehener Gast auf Parteiveranstaltungen in Deutschland war. Das ist einerseits gut und eine erfrischende Abwechslung von der unwürdigen Herumeierei, durch die sich die Piraten noch vor nicht gar nicht so langer Zeit beim Thema Holocaust-Leugnung hervortaten. Andererseits wird durch die wenn auch verständliche, doch trotzdem reflexartige Reaktion die notwendige inhaltliche Auseinandersetzung mit den Thesen Falkvinges verhindert.

Barbra Wulff und die PR

Wer nicht erst seit gestern im Netz unterwegs ist, kennt den Streisand-Effekt: wenn man besonders aggressiv versucht, eine Information im Netz zu unterdrücken, ist das eher kontraproduktiv, da der Versuch nur noch mehr Aufmerksamkeit für die bewußte Information verursacht. Das lernt gerade die ehemalige „First Lady“, Bettina Wulff. Oder doch nicht?

Von Legitimät bei Vergewaltigungen

In den vereinigten Staaten ist (mal wieder) Wahlkampf. Über den dabei tobenden „Culture War“ hatte ich mich schon einmal geäußert. Jetzt hat allerdings der Republikaner Todd Akin durch Äußerungen zu Abtreibungen nach Vergewaltigungen einer bereits eh schon äußerst scharf geführten Diskussion neue Nahrung gegeben.

Zucker im Tank

Das Jahr 2012 ist das heißeste in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, zumindest seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen. Die Folge ist eine bisher beispiellose Dürre in vielen Bundesstaaten. Ernte-Ausfälle in gigantischem Umfang sind zu befürchten, und das hat auch Auswirkungen auf Europa, von Staaten wie Afrika und den ärmeren Regionen von Asien ganz zu schweigen. Trotzdem verbrennen wir sogar weiterhin Lebensmittel, um damit Autos anzutreiben.

The Culture Wars are on (again)

Mitt Romney hat endlich seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten verkündet: Paul Ryan. Damit versucht er offenkundig, sich bei den Ultrarechten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten lieb Kind zu machen, bietet der Linken jedoch eine Steilvorlage.

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