Die Finanzierung des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks, da sind sich eigentlich alle einig, ist reformbedürftig. Nur wie? Seit Jahren werden schon verschiedene Modelle diskutiert. Jetzt kristallisiert sich eine Reform heraus, die – das ist für das Land der Dichter und Denker mittlerweile beinahe schon typisch – ein Maximum an Komplexität einerseits mit Ungerechtigkeit, stärkerer Belastung der Bevölkerung und Betriebe sowie grotesker Datensammelei verbindet.
Kürzlich ist weltweit das neueste Werk von M. Night Shyamalan in den Kinos angelaufen: „The Last Airbender“, der in Deutschland unter dem Titel „Die Legende von Aang“ läuft, ist die Realverfilmung einer erfolgreichen amerikanischen Zeichentrickserie. Gleichzeitig schreibt in Deutschland der mittlerweile landesweit berüchtigte geistige Pyromane Thilo Sarrazin ein Buch. Was diese beiden Ereignisse miteinander zu tun haben? Leider eine ganze Menge.
Erinnert sich eigentlich noch jemand an den „Streisand-Effekt”? Der glücklose Bürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland, hat die zugrundeliegenden Mechanismen gerade selbst getestet.
Wenn ich die öffentliche Diskussion verfolge und dabei sehe, mit welch tumbem Stammtischniveau in Bereichen öffentlich argumentiert wird, die die Grundsätze der Rechtstaatlichkeit bis ins Mark treffen, bleibt mir in letzter Zeit immer öfter Luft und Spucke weg.